Bauen für Allergiker

Werbeaussage "Allergikerhaus"

Zunehmend werben Haushersteller, Baufirmen  und Baustoffhersteller mit der Aussage "allergikergerecht" - sehr oft mit dem gleichzeitigen Hinweis auf die "ausschließliche Verwendung"  von "Naturbaustoffen".

Selbst Kliniken stellen manchmal in die Werbung, der Einsatz "biologischer" Baustoffe würde gleichzeitig "Allergikereignung" bedeuten.

Beispiele solcher Aussagen:

"Die Klinik ist durch die Verwendung biologischer Baustoffe allergiegeeignet." = aktuelles Internetzitat einer Klinik)

"Außerdem geben Naturbaustoffe in der Regel keine Schadstoffe ab, so dass sie besonders für Allergiker geeignet sind." (© sueddeutsche.de - erschienen am 14.05.2010)

Dazu Kommentar SHS: Es muß sich nicht um "Schadstoffe" handeln, oft sind es - auch im Bereich der Lebensmittel, der Kosmetik absolut "natürliche" Stoffe, die Allergien auslösen können !

oder

"Ein Boden aus Kork ist sehr strapazierfähig, wärmeisolierend und behaglich fußwarm. Er dämmt den Schall, ist hygienisch und ausgesprochen allergikergeeignet. Entgegen landläufiger Annahme ist Kork wasserfest und leicht zu pflegen."    

"Kork ist antibakteriell (!) und hygienisch - für Allergiker geeignet"

Dazu Aus „Dämmstoffvergleich“; Ökotest September 2009a

 


Aus diesem Blickwinkel verständlich, dass es für SHS bis heute (Mai 2010) nicht möglich war, für zahlreiche „besonders allergikergeeignet“ oder „ökologisch“  beworbene „Naturbaustoffe“ – zum Beispiel auch nur einen einzigen Korkboden, eine einzige OSB Platte, die meisten „Naturfarben“,

neutrale, zeitnahe und hersteller- zuordenbare, umfassende Emissionszeugnisse  nach heute aktuellem Standard wie z.B. AgBB,, „eco Prüfzeichen“,  natureplus   zu erhalten.

Nicht ausreichend sind nach unserer Auffassung aber auch "Allergikerbewertungen" "nach Datenlage"  bei denen basierend auf den Aussagen der Hersteller selbst (!) ohne neutraler Kontrollmessung in der Prüfkammer " Empfehlungen" ausgesprochen werden.

Richtigerweise sorgen viele Naturbaustoffe tatsächlich für ein emissionsarmes, oft auch allergikerverträgliches, hervorragendes Raumklima.

Tatsächlich können aber gerade auch Naturprodukte bekanntlich oft nicht unbedeutende Allergene enthalten.

Sehr oft ist dies ohnedies auch mit entsprechenden  stark wahrnehmbaren Gerüchen verbunden, die von Vielen als durchaus angenehm empfunden werden ( z.B. Harzgeruch  in Blockhäusern, Orangengeruch bei manchen Naturfarben) und in den meisten Fällen  keinerlei gesundheitsgefährdendes Potential besitzen,

für manche(!) Allergiker sich aber geradezu als absolut unverträglich erweisen.

Nach unseren Erfahrungen gibt es ebensowenig wie

"die Allergie"

(die Sensitivität stellt sich nahezu bei jedem Betroffenen unterschiedlich dar)

"das" Allergikerhaus.

Aus diesem Grunde berät SHS Allergiker auch grundsätzlich erst nach Vorliegen einer umfassenden ärztlichen Anamnese und versucht dann optimal alle konkret erforderlichen Maßnahmen bezüglich

  • Grundstücksauswahl
  • Planung
  • Produtkauswahl
  • Verarbeitung
  • Haustechnik

in der Beratung zu berücksichtigen.

Oberste Maxime dabei ist stets die präventive Minimierung sämtlicher(!) Emissionen - unabhängig von deren "offizieller" toxischen Bewertung.

Abhängig von der Art der Allergie liegen die Beratungschwerpunkte bei

  • Grundstücksauswahl  (Vegetation der Umgebung, Schimmelbelastung der Außenluft durch Moor, Pollenbelastung ...)
  • Hausplanung  (Heiz- und Lüftungstechnik, Pollenfilter, Raumeinteilung...)
  • Produktauswahl (bei chemischen Sensitivitäten) siehe Produktauswahl MCS

Fragen wie Vermeidung/Reduktion von "Elektrosmog", Radonbelastungen sowie des Schallschutzes werden individuell mit dem Bauherren abgeklärt.

 

Termine

ARTE   

27.07.2010   20:15  und 6.08.2010  10:15:

"Gift - unser tägliches Risiko"

 

 

Veranstaltungen:

 

30.07.-1.08.2010 Abensberg:

Treffen Baubiologie Süd

Samstag, 31.7. SHS Vortrag

"Wohngesundheit- emissionsarmes Bauen - rechtssicher"

Infos


Sentinel-Haus Institut   

Termine zum Thema "Wohngesundheit"

Umweltbundesamt          

Veranstaltungen-Termine

AGÖF (Arbeitsgemeinschaft öklogischer Forschungsinstitute)   

Veranstaltungen